Stadtstrand Würzburg, 09.09.2008

13. September 2008

War ein sehr schönes Konzert am Strand in Wü.. mit den meisten Zuhörern der ganzen Tour. Jochen Würtheim, der den Strand betreibt und vor allem Radio Gong haben ihren Teil dazu beigetragen und in der Woche vorher mächtig Werbung gemacht..

Hier kommen drei Pics (danke an main-ding.de), einmal Mr. Cosmo in Aktion, einmal ein Blick übers Publikum mit einem der Wahrzeichen Würzburgs im Hintergrund und einmal eine Kritzelzeichnung, die Christian Vogl während des Konzertes angefertigt hat. Wenn der Sommer sich nicht zufällig noch ein letztes Mal aufbäumt, könnte das das letzte Strandkonzert gewesen sein und es war wirklich ein krönender Abschluß einer großartigen Tour. Würzburg ist eine der Städte, in der ich gerne mal ein paar Tage rumhängen und schreiben würde..

Ich hoffe auf bald, Chapeau, Paz & Amor,

Cris

Berlin 13. - 15.07.2008 Fest der Nationen, Radiotour, Scientology, Lunas Strandgarten

28. Juli 2008

Sonntag
Erst mal zu KenFM nach Potsdam. Dort wuseln lauter Musiker rum. 3 Bands in großer Besetzung. Black Seeds, iFire und Cris Cosmo natürlich. Alle Mucker fertich. Aber die Soundchecks und Konzerte klingen umso geiler. Wir spielen unseren ersten Gig nur über Kopfhörer und das rockt irgendwie, obwohl man beim Spaß haben ganz schön aufpassen muss, dass das Ding nicht runterfällt.
Kaum den letzten Ton gespielt, Abbau, raus da, Autobahn, nächstes Konzert..
Wir spielen auf dem Fest der Nationen. Kiezfest in Charly-Wilmersdorf.. Publikum von 8-88y. Die Anlage hat eine Lautstärkenbegrenzung drinne, die unverschämt leise ist und für die Leute draußen ist es etwas low, wir hören gar nix und ich muss „blind“ singen und Gitarre spielen. Egal. Hat aber Spaß gemacht und die Leute haben wir gut gekriegt, zum Teil haben sie sich aus- und wilde Ausdruckstänze abgezogen. Einige teure Freunde kommen zu Besuch und ich krieg n Dauergrinsen ob solch freundschaftlicher Huldigung.
Danach verplante Gruppenwanderung zum Club der Visionäre. Wir treffen Onkel von den Ohrbooten wieder und klönen die halbe Nacht. Erschreckt stellen wir fest, dass wir als Band zum ersten Mal seit Bestehen nach nem Gig feiern gehen.. Ich würde sagen wir vergessen die Vergangenheit und läuten eine wilde, wilde Bandära ein..
Unser Hotel für die Nacht nach dem Fest der Nationen war in der Nähe der Scientology Kirche. Also bin ich da am nächsten Morgen verrockt vom Bandhängen im Club der Visionäre mal rein und habe mir das angeschaut. Ich wollte mir selbst mal nen Eindruck verschaffen, wie die Leute da ticken, was da los ist was die Scientology so eigentlich will etc. Ich wollte eigentlich mit den Klischees aufräumen und war offen, mich überzeugen zu lassen, dass die eigentlich ein harmloser & positiver Verein von Jungs & Mädels sind, denen die Bibel schon zu alt ist.
Hat nicht geklappt.
Fazit: Gute Ideen im Ansatz, visuell ansprechend, sozial komplett verkümmert. Persönliches Gespräch mit den Scientologen war eigentlich nicht möglich, wurde nur dauernd vor irgendwelche Riesenflatcreens gesetzt, um mir verdammt gut produzierte visuelle Erklärungen über die Aspekte der Scientology reinzuziehen. Die Idee, Geld dafür zu bezahlen, um mich an nen Lügendetektor zu setzen mit jemandem der nur Zuhört und nix sagt, sondern nur alles mit mir cleart, was mich aus der Ruhe bringt, hört sich für mich nach ner teuren, emotionslosen Psychotherapie für MOFs an. Persönlichkeitstest musste ich leider abbrechen, musste leider weiter.
Wer weiß, vielleicht klappt es ja bei der nächsten Religion. Daumen drücken !!!

Am Nachmittag beginnt meine Interviewtour, jede Menge Radiointerviews schön tight zusammen gelegt, dass ich sportlich nicht so sehr verkümmere. Von 15 - 21h00 berührt entweder das Gaspedal den Boden oder ich bin am Rennen. Rockstarmäßig, da kann man sich auch das morgendliche Jogging sparen. Die Interviews sind interessant.. Und beim Zwiegespräch denke ich, dass die Moderationsjungs der Sender sicher besser für meine Persönlichkeit sind als die meisten Scientology Auditoren. Und ich denke, Mensch Cosmo, da haste doch Deine Religion. “Musik, Musik, in Dir geht nichts verloren” (Pohlmann “Musik”).
Am Abend geht’s dann zu Jen & Raphi von Grossstadtgeflüster. Check-in, Thai und dann in ne Wohzimmerbar in Friedrichshain, Erfahrungswerte von den VÖs auf dem eigenem Label austauschen, Feedback geben, und immer wieder whitty sein, Mit Worten spielen, neue Songs vorspielen, über Titel, Sounds und Liedideen quatschen.. ich bin dankbar solche Freunde zu haben…

Dienstag

Obwohl Berlin ne einzige Wolke ist, ist der Betreiber von Lunas Strandbar Feuer und Flamme, das Konzert durchzuziehen. . Immer wenn ich in Berlin spiele, wird mir mulmig, weil ich von allen Ecken und Enden so zugeballert werde mit Kreativität, guten Ideen, Super Musik mit tiefen Lyrics. Und ich mache mir Sorgen, dass mich die Berliner zu harmlos, zu nice, zu flach, und auch zu derganzeRest finden… Dass der DJ verdammt gute Sachen auflegt und sich jede Menge hippe Jungs und Mädels mit Dreadlocks, Rockabillys und Friedrichshainer Alibistudenten tummeln, macht es nicht einfacher.
Well, ich freu mich, dass hier überhaupt Menschen sind, als ich auf der Bühne die ersten zwei Zeilen gefreestylet habe, gehen die Augen der Mensche auf und richten sich zur Bühne.. ich platziere ein paar spontane Zoten und siehste, Cosmo, schon haste Deine Vibration direkt in hundert Herzen geklinkt.. Das Konzert macht uns allen Laune und der Regen bleibt tatsächlich aus.
What’s next ? I’m ready !
Paz & Amor,

Cris Cosmo

Willkommen in der Realität

21. März 2006

Cris CosmoDie Zeit in Berlin geht langsam für mich zu Ende.. ich sitze mit unserem Designer Peter in einem heruntergekommenen Internetcafé (aber sie spielen Metallica) in Friedrichshain bei Kirschschorle (icke) und Radler (Mister P.). Ich habe in den letzten zweieinhalb Monaten derbe viel über Stimmbildung gelernt und mit Raffi und Jen von Grossstadtgefluester (.de) neue Sachen produziert.. ein paar von denen werden bei TDK online gestellt, um sie in Online Compilations zusammenzubauen und auf der Musikmesse via Brennstation mit nach Hause zu nehmen also watch out for more…

Die Zeit bei den Stimmbildnern Caroline McPherson und Mike Cinnamon war sehr erfüllt und lehrreich, ich hoffe, ich behalte viel von dem immensen Input über Muskeln, Neurologie, Anatomie, Chakren, Bewusstseinsebenen, den Menschen an sich, Methoden zur Öffnung und so weiter und so weiter.

Die letzten zwei Tage waren nicht ganz so busy und ich habe es geschafft, “Elf Minuten” von Paulo Coelho zu lesen.. wundervoll, solltet ihr Euch besorgen und zu Gemüte führen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werd ich mich also in einer knappen Woche auf den Weg zurück nach Mannheim machen (mein Gepäck übersteigt wahrscheinlich mein Körpergewicht..) und sehe mit freudiger Erwartung der Dinge entgegen, die da kommen mögen.. Viva la Vida, Viva la Guerilla Bar..

Bis bald, ich freue mich drauf, Euch wieder zu sehen.

Cris Cosmo